Joseph
Der Weg zum Graal
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Gespräch mit Wolfgang Wallner-F.,
dem Autor des Buches
„Joseph-Der Weg zum Graal“,

http://joseph.wolfgangwallnerf.com

Schwarze Löcher, CERN und das Buch „Joseph-Der Weg zum Graal“

Am 10. September 2008 wurde im Kernforschungszentrum CERN in Genf der erste Protonenstrahl durch einen 27 Kilometer langen Tunnel geschickt. Damit wurde der Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) offiziell in Betrieb genommen.
Neben positiven Meldungen über dieses Forschungsprojekt gab es auch Befürchtungen, dass bei Teilchenkollisionen sogenannte „Schwarze Löcher“ entstehen, die nach und nach alle Materie und damit die Erde verschlingen könnten.
Aus diesem Anlass ist Ferdinand Niehammer mit Hilfe des Autors der Frage nachgegangen, was es mit Schwarzen Löchern auf sich hat.

Interviewer: Hallo Wolfgang. Was sind eigentlich diese „Schwarzen Löcher“?
Wolfgang Wallner-F: Hallo Ferdinand!
Vereinfacht ausgedrückt, ist ein Schwarzes Loch eine astronomische Realität, deren Anziehungskraft so hoch ist, dass ein Objekt, das diesem Schwarzen Loch entfliehen will, eine Geschwindigkeit erreichen müsste, die höher als die Lichtgeschwindigkeit wäre.
Das hört sich ja nicht so spektakulär an. Aber nach Einstein gibt es nichts im Weltall, das schneller wäre als die Lichtgeschwindigkeit. Dies deshalb, da zu dessen Antrieb unendlich viel Energie verwendet werden müsse und „unendlich“ viel Energie kann es nicht geben.
Es ist also die Anziehungskraft so groß, dass nicht einmal Licht ein Schwarzes Loch verlassen kann, deshalb ist es eben schwarz.
Was für unser Gespräch wichtig sein wird: Die ganze Masse des Schwarzen Loches ist in einem Punkt (bei rotierenden Schwarzen Löchern in einem Ring) OHNE AUSDEHNUNG konzentriert.

Kann es tatsächlich sein, dass dieser CERN-Teilchenbeschleuniger ein Schwarzes Loch erzeugt, in dem die Erde verschwindet?
Dieser Teilchenbeschleuniger erzeugt Kollisionen von Teilchen, aus deren Spuren Wissenschaftler Schlüsse über den Ursprung und Zustand der Welt ziehen. Doch gibt es diese Kollisionen, die bei CERN künstlich erzeugt werden, in ähnlicher Form dauernd in der Natur. Theoretisch könnte ein so stabiles und starkes Schwarze Loch jederzeit in meiner Nachbarschaft entstehen. Übrigens liegt meines Wissens das Hauptaugenmerk der Physiker bei CERN in der Entdeckung von Teilchen (Higgs-Boson), die die „String-Theorie“ stützen würden und damit eine Grundlage für eine „Große vereinheitlichende Theorie“ bilden könnte. Darüber werden wir aber hier nicht sprechen.

Was wären die Folgen? Müsste man sich da zu Recht fürchten?
Ich muss zu unserer weiteren Diskussion das Wort „EREIGNISHORIZONT“ einführen. Das ist die Grenze, ab der keine Information mehr zu einem irgendwo außerhalb des Ereignishorizonts befindlichen Beobachter gelangen kann.
Für diesen kommt es zu einigen Besonderheiten bei einer Beobachtung des Schwarzen Lochs: Es dauert unendlich lange, bis ein Objekt in das Schwarze Loch hineinfällt! Unendlich bedeutet tatsächlich unendlich! Der Beobachter würde nie verfolgen können, dass ein Gegenstand oder auch eine Energie im Schwarzen Loch verschwindet!

Und wie geht es dem Raumfahrer, der in ein Schwarzes Loch fällt?
Er nähert sich dem Ereignishorizont in immer größerer Geschwindigkeit, bis er letztlich Lichtgeschwindigkeit erreicht. In räumlicher und zeitlicher Hinsicht könnte es sein, dass der Beteiligte selbst, der durch den Ereignishorizont hindurch fällt, nichts Besonderes bemerkt. Es gab ja schon Experimente mit bewegten Körpern (Flugzeugen) die Einsteins Relativitätstheorie bestätigten, dass in bewegten Körpern die Zeit RELATIV zu einem unbewegten Beobachter langsamer vergeht. Ein Insasse eines solchen Flugzeuges merkt davon aber nichts, auch wenn seine „biologische Uhr“ ebenso relativ zu dem auf der Erde befindlichen Zwillingsbruder sich verlangsamt und er langsamer altert.
Ich teile nicht Stephen Hawkins Meinung, dass der Raumfahrer da unendlich verdünnisiert wird. Aber ich bin natürlich kein Physiker.

Und wenn er - hoffentlich unbeschadet - drinnen landet?
Im Schwarzen Loch herrscht eine physikalische Singularität, die Krümmung der Raumzeit (Raumzeit ist in der Relativitätstheorie die Vereinigung von Raum und Zeit zu einer einheitlichen vierdimensionalen Struktur) wird an dieser Stelle unendlich groß.
Das bedeutet, Masse und Raumzeit fallen in einem einzigen „mathematischen Punkt“ zusammen mit keiner Ausdehnung aber extrem hoher Dichte zusammen. Ein mathematischer Punkt ist eine wissenschaftliche Annahme. Tatsächlich hat ein sichtbarer Punkt Ausdehnungen, Höhe, Breite und Länge, sonst wäre er nicht sichtbar. Singularität ist nun ein solcher „mathematische Punkt“, denn ihm fehlen die Ausmaße, er ist nicht sichtbar, hat keine Dimensionen.
Da im Schwarzen Loch kein Raum existiert, braucht das Licht keine Geschwindigkeit, um diesen (nicht vorhandenen) Raum zu durchmessen. Die Folge davon: ES GIBT KEINE ZEIT! Unabhängig davon, ob es dort noch eine Lichtgeschwindigkeit gäbe oder nicht. Da es keine Zeit gibt, geschieht in einem Schwarzen Loch auch nichts. Denn ein Geschehen erfordert eine Entwicklung, die Zeit benötigt. Das bedeutet nicht, dass es dort keine Zustände gäbe. Ein Beobachter von außerhalb, könnte er den Inhalt eines Schwarzen Loches sehen, würde aber alle Zeiten auf einmal bemerken können. Das ist aber „nur“ theoretisch (das Licht verlässt ja das Schwarze Loch nicht), hat aber einige Auswirkungen im Buch „Joseph-Der Weg zum Graal“.

Haben wir über Ähnliches nicht schon mal gesprochen? Entspricht das nicht Deinen Ansichten über die Entstehung des Universums, alleine aus der Beobachtung?
Ja, im Gespräch über physikalische und philosophische Hintergründe zum Gralsbuch und dem Zustand „vor“ dem Urknall. Das ist mit einiger Wahrscheinlichkeit ein vergleichbarer Zustand zu einem Schwarzen Loch.
Wenn die Urknalltheorie annähernd der Realität entspricht, entstand das Universum aus Etwas, was keine Ausdehnungen hatte. Damit aber auch keine Zeit, denn ohne Raum gibt es Zeit nicht.
Aus diesem Grund ist es auch ziemlich verwirrend, wenn man fragt, was vor dem Urknall war.
Ein Vorher gab es nicht. Zeit entstand erst mit dem Raum.
Hier taucht die Frage nach dem „lokalen Realismus“ Einsteins auf, denn dieses Etwas war mit ziemlicher Sicherheit ein geschlossenes System. Da kam nichts dazu und nichts weg. Woher auch, wenn wir keinen Gott bemühen wollen?
Wenn nun im Moment des Urknalls das Universum keine Ausdehnungen hatte, war Alles in diesem „Etwas“ enthalten.
Aber es kam zu einer Änderung.
Materie entstand. Wahrscheinlich aus Energie.

Das sagtest Du damals schon. Wollen wir auf Teile des Gesprächs hier aufmerksam machen?
Ich denke, das könnte aufhellend sein. Nachzulesen also unter dem Link: „Gespräche“ und „Physikalische und philosophische Hintergründe zum Gralsbuch“.

Zu Ängste, die vielleicht wegen der eventuellen Herstellung von Schwarzen Löchern durch den Teilchenbeschleuniger der CERN entstanden: Wie vorher gesagt, es handelt sich um physikalische Vorgänge, die jederzeit und überall entstehen können. Solche Schwarze Löcher sind in der Regel aber äußerst unstabil und zu schwach um eine tatsächliche Gefahr darzustellen, sollten sie entstehen. Und aus dem oben Gesagten können wir annehmen, dass wir eine Reise über den Ereignishorizont eines Schwarzen Loches gar nicht merken würden. Im Inneren aber vergeht keine Zeit, auch keine auf biologischen Uhren. Das bedeutet meiner Meinung nach, dass es keinen Stoffwechsel geben kann, wir würden einen solchen Übergang aber nicht merken. Wie es mit unserem Bewusstsein aussieht, ist eine andere Frage, nämlich eine philosophische. Darüber habe ich im Anhang zum Buch „Joseph-Der Weg zum Graal“ einiges geschrieben. Diese Gedanken und weitere können hier auf dieser Internetpräsenz zum Buch nachgelesen werden, unter „Gedanken zum Buch“, „Anmerkungen“ und auch hier unter den „Gesprächen“.

„Joseph - Der Weg zum Graal“
Wolfgang Wallner-F.
I

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